Kommunalpolitik in Zeiten von Corona

Viele Menschen können oder wollen das Wort „Corona“ nicht mehr hören oder sehen. Trotzdem ist und bleibt der verantwortungsvolle und angemessene Umgang damit wichtig. Dabei geht es aber auch darum, Konsequenzen zu ziehen, die Krise und die aktuelle Situation zu nutzen, um positive Veränderungen voranzubringen. Und das nicht nur in Bezug auf das Gesundheitswesen.

Veränderungen, die nicht nur politische, sondern auch Entscheidungen jedes einzelnen Menschen erfordern. Auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Einschränkung erscheinen mag, müssen wir alle uns fragen, ob der ungebremste Konsum und die Idealisierung des Wirtschaftswachstums und die damit verbundenen Probleme für Umwelt und Klima das ist, was wir alle wollen. Auch in der Kommunalpolitik müssen die Weichen neu gestellt werden. Nachdem die kommunalpolitische Basisarbeit zur Zeit öffentlich nicht mehr stattfindet, arbeiten die Reinheimer GRÜNEN im Hintergrund an Konzepten. Mehr und mehr wird klar, und das ist auch der Coronakrise geschuldet, dass an erster Stelle Umwelt und Natur stehen und der Mensch sich demütig unterordnen muss. Pragmatisch heißt das, dass wir hier vor Ort die Anstrengungen intensivieren, unter Anderem die Verkehrswende voranzubringen. Es wird nicht reichen, die obere Darmstädter-Straße im Sinne eines Shared-space-Konzeptes umzugestalten. Wir GRÜNE wollen, dass sich die Mobilität der Menschen grundsätzlich an Klima- Umwelt- und Naturschutz orientiert und nicht umgekehrt. Beim ÖPNV gibt es jedenfalls noch Luft nach oben was Taktung und flächendeckende Versorgung angeht. Ein nachhaltig sinnvoller Baustein im Sinne der individuellen Mobilität kann Car-Sharing sein. Das könnte insbesondere im ländlichen Raum Bedeutung haben, weil gerade hier die Versorgung, zumindest kurzfristig gesehen, über den ÖPNV noch lückenhaft sein wird. Intelligente Lösungen sollten aber den motorisierten Individualverkehr soweit wie möglich reduzieren. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang die Verbesserung der Attraktivität unserer Stadt für Radfahrer und Fußgänger.

Diese und andere Themen wurden in einem Treffen der Reinheimer GRÜNEN mit „Abstand“ und unter freiem Himmel nach Monaten der Abstinenz erörtert.

Zur Sprache kam auch wieder die Umwandlung des Reinheimer Waldes in einen Naturwald. Dazu soll die Expertise des Revierförsters eingeholt werden. Der Planungsstand des Bürgerhauses in Georgenhausen mit Photovoltaikanlage war ebenso Thema wie die allgemeine grüne Forderung nach Solaranlagen auf städtischen Gebäuden, wie im Koalitionsvertrag mit der SPD festgeschrieben. Bei der Planung und Umsetzung der neuen Kita am Gockert in Georgenhausen muss das unbedingt berücksichtigt werden. Die GRÜNEN hatten schon vor fast 2 Jahren ein Konzept unter Einbeziehung alternativer Wohn-und Nutzungsformen für die Bebauung im Bereich von Reinheim Nordwest gefordert. Der vorliegende vorläufige Planungsentwurf lässt noch Fragen und Wünsche offen.

Um die Kontinuität grüner Kommunalpolitik zu gewährleisten, und das besonders im Hinblick auf die Kommunalwahlen im kommenden Frühjahr, brauchen wir Reinheimer GRÜNE eine Runderneuerung. Das Alter macht sich bei einigen von uns bemerkbar und es fällt zunehmend schwer den Anforderungen des kommunalpolitischen Alltags gerecht zu werden. Dabei haben die Reinheimer GRÜNEN in der Vergangenheit, Einiges an Erfolgen vorzuweisen, besonders in den letzten 14 Jahren, in denen sie in der Koalition die Geschicke Reinheims mitgestalten konnten. Als Beispiele seien der Anstoß zur Gründung und Anschubfinanzierung des Kindersozialfonds, die Einstellung eines Sozialarbeiters für Streetworking, also zugehende Sozialarbeit, die Initiative Solar- und Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden, der komplett beitragsfreie Kindergarten und der schon erwähnte Beitrag zur Verkehrswende im Sinne von „shared space“ in der Darmstädter Straße genannt. Insgesamt trägt der Koalitionsvertrag mit den Sozialdemokraten eine deutliche grüne Handschrift. Dass die Reinheimer Haushalte in den vergangenen Jahre solide finanziert und immer ausgeglichen waren, war mit ein Verdienst der Reinheimer GRÜNEN.

Damit das „grüne Licht“ in Reinheim nicht erlischt sondern weiter leuchten kann hier die eindringliche Bitte an unsere Sympathisanten und Wähler: macht mit, unterstützt uns aktiv, kandidiert auf der GRÜNEN Liste für die Kommunalwahl 2021.

Kontakt: fon 06162-5752, mail info@gruene-reinheim.de

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