Unser Wahlprogramm: Mehr Leben vor Ort: Reinheim bewahren, Zukunft anpacken.
Reinheim ist mehr als ein Wohnort. Es ist unser Zuhause. Das Tor zum Odenwald, eine Stadt der kurzen Wege, ein Ort, an dem Zusammenhalt zählt und an dem man sich kennt. Genau das macht Reinheim stark – und genau das wollen wir bewahren.
Damit Reinheim lebenswert bleibt und zukunftssicher wird, braucht es Weiterentwicklung statt Zögerlichkeit. Unser Ziel ist es, Bewährtes zu erhalten und zugleich mutig die richtigen Schritte für die Zukunft zu gehen.
Wir wollen Reinheim weiterentwickeln: zum Beispiel mit sauberer, bezahlbarer Energie und einem Verkehr, der den Menschen dient und nicht umgekehrt. Mit verantwortungsvollem Umgang mit Reinheimer Bürgern, Reinheimer Boden und Reinheimer Finanzen.
Wir setzen uns ein für eine Stadt, in der man gerne lebt, arbeitet und alt wird. Für lebendige Stadtteile, echte Beteiligung der Bürger*innen und Entscheidungen, die den Alltag und die Zukunft besser machen.
Wir alle sind hier zu Hause, wir sprechen miteinander nicht über einander, und wir beteiligen uns aktiv am Fortschritt.
Gemeinsam geht’s.
1. Klimaschutz
Ohne uns wird der Klimaschutz nie vom Lippenbekenntnis zur echten Praxis. Unser derzeitiges Tempo reicht noch nicht aus, um die Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen. Die Stadt kann und muss hier den Rahmen setzen und als Vorbild agieren. Der Verantwortliche für Klimaschutz braucht unbedingt eigene Kompetenzen, um aus der Vielzahl der Einzelmaßnahmen und der Vielzahl der offenen Aufgaben ein planvolles Handeln der Stadt zu ermöglichen.
A) Kommunale Wärmeplanung & Vernetzung
- Kommunale Wärmeplanung: Damit alle Reinheimer*innen Planungssicherheit haben, mit welcher Heizung sie 2045 ihr Wohnzimmer heizen können, ist die unverzügliche Erstellung der kommunalen Wärmeplanung für Reinheim notwendig.
- Vernetzung mit Profis: Bei unseren Veranstaltungen zur Wärmepumpe haben wir erfahren, dass Reinheimer Unternehmer*innen vorweg gehen und ihre Mitarbeitenden für die Wärmetechniken der Zukunft qualifizieren. Dieses Expertenwissen sollte nicht ungenutzt bleiben. Durch den Aufbau eines Netzwerks werden Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen vorangetrieben, Synergien erzeugt und private Eigentümer möglichst effizient durch lokales Handwerk unterstützt. Das fördert die Wirtschaft vor Ort, und bringt uns Reinheimer*innen zusammen.
- Bürgerbeteiligung: Wir schauen uns erfolgreiche Modelle an und sorgen dafür, dass Wärme- oder Energiekonzepte frühzeitig integriert werden. Bei der Bauleitplanung nehmen wir die Bürger mit. Damit die Planung nicht an den Bedürfnissen der Reinheimer*innen vorbei geht, müssen wir uns gemeinsam auf eine Richtung einigen. Den Anstoß kann eine Bürgerversammlung zur Stadtentwicklung geben. Expert*innen aus Reinheim sollten in Ausschüsse eingeladen werden und die Parlamentarier*innen beraten.
B) Die Stadt als Vorbild: Der Sanierungsfahrplan
Wir wollen einen mehrjährigen Modernisierungsfahrplan für ALLE kommunalen Gebäude erstellen, damit unsere Kommune spätestens 2045 die Klimaziele erreicht.
- Planvolles Handeln: Wir müssen genau prüfen: Was wollen wir erhalten? Was kostet uns der Unterhalt und die Sanierung städtischer Gebäude? Jede dieser Entscheidungen hat Einfluss auf unsere städtischen Haushalte der nächsten Jahrzehnte. Sanierung verstehen wir nicht nur als Ausgabe, sondern als eine Investition in unsere finanzielle Handlungsfähigkeit und unsere Zukunft.
C) Energie von hier: Die Solar-Offensive
Das Klimaschutzkonzept zeigt: Wir werden durch Wärmepumpen und E-Autos künftig mehr Strom verbrauchen. Dieser muss regenerativ erzeugt werden. Doch der ENTEGA-Energiewendemonitor zeigt: Der Ausbau von Photovoltaik (PV) hinkt in Reinheim hinterher. Aktuell decken wir als gesamte Stadt bilanziell nur 12% unseres Stromverbrauchs selbst – das ist viel zu wenig. Unsere Antwort ist die Solar-Offensive:
- Saubere Energie darf keine Frage des Einkommens sein: Deshalb setzen wir uns für eine städtische Förderung von Steckersolargeräten ein. So profitieren auch Haushalte ohne eigenes Dach direkt von der Sonne. Wir wollen Reinheim autark machen und dafür sorgen, dass die Energiewende zu einer finanziellen Entlastung führt, die direkt bei den Menschen ankommt. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität Reinheims.
D) Begegnungen ermöglichen: Eine lebendige, kühle Innenstadt
Wir denken Reinheim für das Jahr 2045. Alle Generationen sollen sich in Reinheim bei steigenden Temperaturen wohlfühlen. Wenn die Umgebung einladend und klimatisch angenehm ist, bleiben Menschen länger an einem Ort. Ein attraktiver Ortskern schafft Gemeinschaft und ist der beste Schutz gegen Leerstand.
- Kühlung durch Grün: Mit Entsiegelung und großen Bäumen statt Beton entsteht ein angenehmes Klima. Diese Schatteninseln senken die Temperatur an heißen Sommertagen um bis zu 10 Grad.
- Shared Space: Das von uns angestoßene Shared Space Projekt in der oberen Darmstädter Straße soll weitergedacht werden. Durch Verschattung und Sitzmöglichkeiten soll eine Umgebung entstehen, die zum Einkaufen und Treffen einlädt. Zudem entschärft eine Umgestaltung die Situation an der Bushaltestelle Wingertstraße und ermöglicht eine Straßenquerung auf Höhe der Supermärkte.
2. Mobilität, die uns voranbringt – und unsere Wirtschaft stärkt
Die Umgestaltung der unteren Darmstädter Straße ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Reinheim pragmatisch modernisieren und lebenswerter machen. Dem reinen Durchgangsverkehr wurde der Raum genommen und den Menschen zurückgegeben, damit unsere Innenstadt nicht nur eine Durchgangsstraße, sondern ein echter Ort der Begegnung ist. Statt schmalen Streifen gibt es nun breite Gehwege. Barrierefreie Querungshilfen und Bushaltestellen sorgen dafür, dass vom Kinderwagen bis zum Rollator jeder sicher ans Ziel kommt.
Sicherheit schaffen wir dabei durch kluge Planung, statt durch Verbote: Reinheim hat sich pragmatisch gegen irreführende Fahrradschutzstreifen im gefährlichen Bereich der parkenden Autos entschieden. Echte Sicherheit entsteht durch gegenseitige Rücksichtnahme, nicht durch eine aufgemalte Linie, die Sicherheit nur vortäuscht. Die Fahrbahnführung ist keine gerade Rennstrecke mehr, sondern leicht verschwenkt, was Autofahrer ganz automatisch und ohne Blitzer zu einer angemessenen Geschwindigkeit zwingt. Neue Bäume, Bänke und Stellplätze für Fahrräder laden dazu ein, anzuhalten und die lokalen Geschäfte zu besuchen, anstatt nur daran vorbeizufahren. So wurde eine Straße geschaffen, die nicht nur verbindet, sondern belebt – gut für die Fußgänger, sicher für Radfahrer und überlebenswichtig für unseren Einzelhandel im Ort.
A) Zu Fuß und mit dem Rad: Wirtschaftsförderung durch Nahmobilität
Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Viele Wege in Reinheim können zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. Zu Fuß gehen und Radfahren muss so attraktiv sein, dass man gerne das Auto stehen lässt, um im Ort einzukaufen. Das bedeutet: wir schließen Lücken im Radwegenetz und schaffen Sicherheit für Fußgänger. Dafür brauchen wir an die Gegebenheiten angepasste Geschwindigkeiten und sinnvolle Querungshilfen. Die Sichtachsen an diesen Stellen dürfen nicht zugeparkt werden.
Wir wirken darauf hin, dass Arbeitnehmer*innen mit dem Rad zur Arbeit können, indem wir bestehende Förderprogramme bewerben. Dafür brauchen wir Fahrradwege auch über die Stadtgrenzen hinaus. Wir stoßen die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Nachbarkommunen für gute Radwege an.
B) Mobilität vernetzen: Entlastung für den Geldbeutel
Wir vernetzen Bus, Bahn, Fahrrad und Car-Sharing so, dass der Umstieg funktioniert und eine Alternative zum Auto ist.
- Bürgerbus: Ein guter Takt der Busse hilft bei schweren Einkaufstüten wenig. Wir unterstützen die Einführung eines Bürgerbusses, speziell für unsere älteren und mobilitätseingeschränkten Mitbürger. Er fährt nicht nach starrem Fahrplan, sondern bringt Menschen aus den Ortsteilen direkt zum Einkaufen in die Stadt und wieder nach Hause. Wir wollen ein Reinheim, dass niemanden zurücklässt.
- Mobilität mitdenken: Elterntaxis gehören zum Bild an den Reinheimer Schulen. Wir stoßen den Dialog mit den Schulen an, um hier Abhilfe zu schaffen, bevor etwas passiert. Das gilt insbesondere für den geplanten Schulneubau in Spachbrücken!
- Lückenlose Kette: Der Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln muss so einfach sein, dass man nicht darüber nachdenken muss. Im Stadtgebiet erleichtern Fahradabstellanlagen in möglichst unmittelbarer Nähe von Bushaltestellen die Nutzung des ÖPNV.
- Entlastung für alle: Guter Nahverkehr ermöglicht es, das teure Auto gegen die Bahn oder ein Carsharing-Fahrzeug zu tauschen. Das gilt insbesondere in Zeiten steigender Benzinkosten.
- Dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen: Mit mehr Smileys (Tempo-Kontroll-Punkte mit Anzeige), die in der Stadt die Bürger*innen kontinuierlich an an die gewünschte Geschwindigkeit erinnern, stärken wir die Verkehrssicherheit. Ebenso helfen mehr Straßenmarkierungen zum Schutz und zur Erinnerung an gegenseitige Vorsicht und Rücksichtnahme im Straßenverkehr.
- LKW Durchgangsverkehr: das angekündigte Nacht-Durchfahrtsverbot auf der B426 quer durch die Stadt sollte zügig umgesetzt werden. Des Weiteren setzten wir uns für eine grundsätzliche Regelung – die Umfahrung der Stadt über die bereits bestehenden Umgehungsstraßen – ein.
3. Wirtschaftsförderung
Reinheim soll auch zukünftig ein attraktiver Standort für Unternehmen sein. Eine funktionierende und zukunftsfähige Wirtschaft ist eine tragende Säule der Gesellschaft und essentiell für Reinheim. Der Wirtschaftsstandort Reinheim hat in den letzten Jahren durch den Weggang der Firma Merz einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Vorausschauende Wirtschaftsförderung muss höchste Priorität haben und muss mit den lokalen Wirtschaftsvertretern und den Bürger*innen abgestimmt werden.
- Wirtschaft für Reinheim: Eine gute Nahversorgung, viele gute lokale Arbeitsplätze und eine gute Verkehrsanbindung sind die Grundvoraussetzungen für die Zufriedenheit der Bürger*innen.
- Optimierte Wirtschaftsförderung: Eine zukunftsorientierte Wirtschaftsförderung bringt zusätzliche Steuergelder in die Stadt und ermöglicht es damit, intensiv in die Kinderbetreuung, in die Straßen und Wege, in die Klimaanpassung und Energiewende, in die kommunale Mobilität und in Kultur und Freizeitmöglichkeiten zu investieren, sowie viele freiwillige Leistungen wie z.B. die Vereine zu fördern.
- Zukunft für Reinheim: Reinheim sollte auf zukunftsfähige Unternehmen setzen, welche gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung bieten, sowie ein Herz für das Gemeinwohl haben. Wir sollten im Fokus haben, welche Synergieeffekte in der Stadt mit neuen Unternehmen genutzt werden könnten. Mit guten Angeboten für Start-Ups steigern wir die Attraktivität von Reinheim.
- Bürgerbeteiligung in Wirtschaftsfragen: Ein Auswahlkatalog sollte gemeinsam mit Interessierten und Experten erstellt werden, um in den Entscheidungsgremien belastbare Kriterien mit allgemeinem Konsens zu entwickeln, damit entsprechende Unternehmen angesprochen und beworben werden können. Dabei wollen wir darauf achten, dass die neuen Gewerbeansiedlungen auch unseren Ansprüchen an eine intakte Umwelt folgen und in Bezug auf den Klimawandel die Stadt Reinheim nicht in eine negative CO² Bilanz bringen.
4. Familie & Soziales: Ein Reinheim für alle Generationen
Wir wollen den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt und die Attraktivität für alle Generationen, insbesondere für junge Familien stärken.
In Zeiten von steigenden Preisen, einer sich stetig ändernden weltpolitischen Lage und den Herausforderungen des Klimwandels ist es wichtiger denn je, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und zu leben. Wir wollen, dass Reinheim eine Stadt bleibt, in der jeder unabhängig von seiner Herkunft, seinem Geschlecht oder von körperlichen Einschränkungen, gleichberechtigt am sozialen Leben teilhaben kann.
A) Lebendige Stadt: Begegnungen ermöglichen
- Reinheim-App: Für einen starken sozialen Zusammenhalt, möchten wir auch auf die Möglichkeiten der Digitalisierung zurückgreifen. Wir setzen uns für eine zentrale Reinheim-App ein, welche eine Übersicht zu aktuellen Veranstaltungen, Neuigkeiten oder auch Dienstleistungen der Stadt geben kann und unabhängig von sozialen Medien funktioniert.
- Ein Schwimmbad und Erholung für Alle: Eine soziale Teilhabe muss für alle Menschen möglich sein. Eine Maßnahme wäre eine gerechtere Staffelung der Schwimmbadpreise nach sozialen Kriterien, um sozial schwächeren Familien und ihren Kindern nach den Preisanstiegen der letzten Jahre weiter einen bezahlbaren Zugang zum Schwimmbad zu bieten. Dies ist besonders wichtig für Familien, die sich keinen Urlaub leisten können. Außerdem muss Kindern die Möglichkeit gegeben werden Schwimmen zu lernen und üben zu können, damit Badeunfälle vermieden werden.
- Stadtbücherei: Eine Stadtbücherei sollte ein zentraler Ort der Begegnungen und des Zugangs zu Büchern und Spielen für Alle sein. Dies wird jedoch durch die verkürzten Öffnungszeiten eingeschränkt, was einen Besuch von Familien und Kindern erschwert. Wir setzen uns für eine Erweiterung der Öffnungszeiten und Angebote ein, um den Spaß am Lesen zu fördern.
- Wohnraum mit Kopf: In Reinheim werden vor allem Einfamilienhäuser gebaut. Die Schaffung von bezahlbarem, altersgerechtem, barrierefreiem und kinderfreundlichem Wohnraum in Mehrfamilienhäusern, sowie Geschossbau befürworten wir als Gegenmaßnahme zu steigenden Kosten für Wohnraum und Energie.
B) Unsere Zukunft: Kinder & Jugendliche
- Treffpunkt für Kinder und Jugendliche: Deutschlandweit werden Einrichtungen für Kinder und Jugendliche abgebaut. Wir setzen uns für konkrete Maßnahmen ein, um jungen Menschen auch außerhalb ihres Zimmers Treffpunkte zu ermöglichen. So wollen wir beispielsweise ein Areal mit Sitzbänken und Bedachung einrichten, welches von jungen Menschen genutzt werden kann. Zusätzlich würden längere Öffnungszeiten des Jugendzentrums, insbesondere am Wochenende, weitere Möglichkeiten zum Austausch bieten.
- Bezahlbare Kinderbetreuung: Wir setzen uns für die Reduzierung der Gebühren für die U3-Betreuung ein.
- Schulweg: Die Schulwege sollen für alle Kinder sicher sein, daher setzen wir uns für gute bzw. zusätzliche Beleuchtung, deutliche Kennzeichnung auf Gehweg und Straße, und bei Sanierung von Straßen dafür ein, alle Möglichkeiten zu nutzen, die die Sicherheit für Schulkinder gewährleisten.
- Frühzeitige Kulturförderung: Zur Förderungen der Bildungsgerechtigkeit wollen wir Kulturförderungsangebote wie einen Reinheim-Pass für Kinder & Jugendliche ermöglichen, welcher kostenlos oder vergünstigt Zugang zu kulturellen Einrichtungen oder Veranstaltungen bietet.
C) Im Alter gern in Reinheim leben
- Seniorengerechtes Reinheim: Da die Menschen in Deutschland immer länger leben, muss sich die Stadtplanung an diese Gegebenheiten anpassen. Dazu gehören barrierearme Gehwege, abgesenkte Bordsteine, sowie mehr Sitzmöglichkeiten und Schattenplätze. Auf städtischen Grundstücken können im Geschossbau barrierefreie, kleine Wohneinheiten den Umstieg vom übergroßen Eigenheim oder der Wohnung ermöglichen.
- Gegen Vereinsamung: Wir wollen Orte schaffen, an denen sich jung und alt treffen können und dazu Anreize setzen. Im öffentlichen Raum können Sitzmöglichkeiten zum Plausch einladen. Wir möchten die bestehenden Begegnungsmöglichkeiten kreativ erweitern wie z.B. die Seniorennachmittage um Speed-Dating-Veranstaltungen oder Ü60-Parties für Senioren.
5. Ehrlichkeit & Transparenz: Ein zielführender Politikstil für Reinheim
Transparenz ist für uns ein grundlegendes Bürgerrecht. Kommunal-Politik darf keine geschlossene Gesellschaft sein. Entscheidungen, die Reinheim betreffen, müssen nachvollziehbar für alle Bürger*innen sein.
Gute Ideen für Reinheim verdienen Anerkennung ganz unabhängig davon, von wem sie eingebracht werden. Die besten Ideen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Wir stehen für eine offene, nachvollziehbare Kommunikation und für eine echte Bürgerbeteiligung. Das bedeutet: einander zuhören, unterschiedliche Standpunkte ernsthaft prüfen und respektieren, kompromissbereit verhandeln und den Mut haben, neue Wege zu gehen. Nur so entsteht Politik, die Vertrauen schafft und Reinheim nachhaltig voranbringt.
- Bildung eines Bürgerrats: Wir wollen prüfen, ob ein Bürgerrat sinnvoll ist. Zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger kommen zusammen, um über konkrete Themen zu beraten – ein modernes und starkes Beteiligungsformat.
- Beteiligung der Jugend: Wir setzen uns dafür ein, dass das Jugendforum Rede- und Antragsrecht in der Stadtverordnetenversammlung erhält, da viele Entscheidungen die Zukunft der Kinder und Jugendlichen betrifft. Sie sollten besonders in allen Angelegenheiten gehört werden, die sie direkt betreffen.
- Stärkung der Ortsbeiräte: Die Ortsbeiräte sollen Antrags- und Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung erhalten – sie sind nahe an den Interessen der Bürger. Sie sollen bei ortsteilbezogenen Entscheidungen und Planungen direkt eingebunden und gehört werden.
- Stärkung des Ausländerbeirats: Der Ausländerbeirat soll Antrags – und Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung erhalten, um die spezifischen Interessen der ausländischen Mitbürger zu vertreten, sodass sie in Entscheidungen und Planungen, von denen sie insbesondere betroffen sind, direkt eingebunden und gehört werden können.
- Stärkung des Senioren- und Inklusionsbeirats: Wir wollen dem Seniorenbeirat und Inklusionsbeirat Antrags – und Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung verschaffen, um die spezifischen Interessen der Reinheimer Senioren bzw. Menschen mit Unterstützungsbedarf zu vertreten.
- Regelmäßige Bürgerversammlungen: Wir wollen, dass mindestens einmal pro Jahr eine Bürgerversammlung stattfindet. Es ist laut hessischer Gemeindeordnung die Pflicht des Stadtverordnetenvorstehers diese einzuberufen, um den Dialog der Stadtverordnetenversammlung mit den Bürgern zu suchen.