{"id":1259,"date":"2021-04-26T12:54:08","date_gmt":"2021-04-26T10:54:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-reinheim.de\/?p=1259"},"modified":"2021-04-29T16:25:15","modified_gmt":"2021-04-29T14:25:15","slug":"der-berg-kreisste-und-gebar-eine-maus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-reinheim.de\/?p=1259","title":{"rendered":"Der Berg krei\u00dfte und gebar &#8230;.. eine Maus"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Berg krei\u00dfte und gebar eine Maus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So k\u00f6nnte man das, was am Dienstag vergangener Woche in der Stadtverordnetenversammlung geschah, beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Ausschuss f\u00fcr Bau-, Verkehr-, Stadtentwicklung,- Umwelt- und Landwirtschaft (BVSUL) wurde der Ausschuss f\u00fcr Bau-, Verkehr-, Stadtentwicklung,- Umwelt-, Klima- und Landwirtschaft (BVSUKL). Sie merken den kleinen Unterschied, es ist ein K f\u00fcr Klima dazugekommen. Es ist wohl eher ein kleines k, weil der bisherige Bau-Verkehrs-Stadtentwicklungs-Umwelt und Landwirtschaftsausschuss schon sehr stark ausgelastet war, ohne die dr\u00e4ngenden Klimafragen in den Fokus ger\u00fcckt zu haben oder in Zukunft r\u00fccken zu k\u00f6nnen. Mit dem k f\u00fcr Klima ist wohl nicht mehr als eine kosmetische Erg\u00e4nzung gelungen. Absurd ist die Argumentation des bisherigen Ausschussvorsitzenden Thomas Kn\u00f6ll von der SPD. Er meinte, in dem von den Gr\u00fcnen neu beantragten zus\u00e4tzlichen Klima-Natur-Umweltausschuss w\u00fcrden dann die selben Leute wie im BVSUL sitzen und \u00fcber die gleichen Themen beraten. Man k\u00f6nne sich das sparen, weil ein zus\u00e4tzlicher Ausschuss dar\u00fcber hinaus auch noch umweltsch\u00e4dlich sei, die Mitglieder des Ausschusses ja zum Sitzungssaal fahren m\u00fcssten, dort Strom und Energie verbrauchten, der Klimaausschuss also eine negative Klimabilanz habe. Offensichtlich braucht es aus Sicht der SPD keine demokratischen Institutionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Sache: Nachdem die Stadtverordneten Reinheims 2019 den Klimanotstand erkl\u00e4rt hatten, beantragten die GR\u00dcNEN in der konstituierenden Stadtverordnetensitzung am 20.4.2021 konsequenterweise, einen Ausschuss zu bilden, der sich mit Fragen des Klimawandels und Klimaschutzes, mit Klimanpassungsstrategien, und Ma\u00dfnahmen in den Bereichen Natur- und Umweltschutz befassen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neue Fraktionsvorsitzende der GR\u00dcNEN Dagmar Strobel begr\u00fcndete den Antrag ausf\u00fchrlich: \u201e Die Dringlichkeit ist in Anbetracht des jetzt ver\u00f6ffentlichten Weltklimaberichtes 2020 der Vereinten Nationen offensichtlich.\u201c und weiter: \u201eDieser Beschluss (zum Klimanotstand) fordert eindringlich Konsequenzen f\u00fcr das Handeln in unserer Stadt, zum Eind\u00e4mmen von direkten und indirekten klimasch\u00e4dlichen Emissionen, und wirksame Ma\u00dfnahmen zur Klimaanpassung\u201c&#8230;und&#8230;\u201cdass alle Beschlussfassungen der Stadtverordnetenversammlung unter dem Gesichtspunkt der Klimaschutz- und Klimaanpassungs-Relevanz und den Anforderungen des Umwelt und Naturschutzes sorgf\u00e4ltig bewertet werden und dann entsprechende Empfehlungen an die Stadtverordneten erfolgen&#8230;.. In der Zusammenarbeit der Parlamentarier*innen in diesem Ausschuss wird f\u00fcr eine effektive Arbeit viel M\u00e4nner- und Frauenpower und viel tats\u00e4chliches Expertenwissen notwendig sein. Viel Arbeit also, die nicht mal so eben nebenbei erledigt werden kann, jedenfalls nicht, wenn man es mit der Verantwortung f\u00fcr unsere Zukunft tats\u00e4chlich so ernst nimmt, wie es ernst genommen werden muss.\u201c Die neue Koalition aus SPD und CDU lehnte den GR\u00dcNEN-Antrag ab und f\u00fcgte dem Ausschuss lediglich ein kleines Klima-k hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn SPD und CDU den Satz in der Begr\u00fcndung ihres \u00c4nderungsantrags zum Antrag der Gr\u00fcnen, Klimaschutz sei eines der wichtigsten Themen unserer Generation, ernst nehmen w\u00fcrden, reicht das aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Klima-, Natur-, und Umweltschutz m\u00fcssen zusammen gedacht werden, L\u00f6sungen m\u00fcssen auch auf kommunaler Ebene gefunden werden. Dazu geh\u00f6rt, dass die Lebensr\u00e4ume von Wildtieren und Pflanzen nicht weiter eingeschr\u00e4nkt werden. Die Zusammenh\u00e4nge von Klimawandel, Naturzerst\u00f6rung und Gesundheit werden immer deutlicher. Damit unsere Lebensgrundlagen nicht weiter untergraben werden, sollte der Schutz des Klimas und unserer \u00d6kosysteme h\u00f6chste Priorit\u00e4t haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine drastische Reduzierung der Luftschadstoffe, klima- und umweltgerechtes Bauen, weniger versiegelte Fl\u00e4chen, mehr Natur und fahrradfreundliche Wege in den St\u00e4dten, ein attraktiver \u00f6ffentlicher Nahverkehr und weniger Autos und LKWs w\u00e4ren ein Gewinn f\u00fcr die Gesundheit wie f\u00fcr den Planeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Corona-Pandemie zeigt, wie eng alles mit allem zusammenh\u00e4ngt: \u00dcbergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen, die zum gro\u00dfen Teil auf Fehlern\u00e4hrung und Bewegungsmangel zur\u00fcckgehen, sind entscheidende Risikofaktoren f\u00fcr schwere Verl\u00e4ufe bei Covid-19. Wir Menschen haben eine gro\u00dfe Verantwortung f\u00fcr unsere Umwelt, die Natur, das Klima, damit letztlich f\u00fcr uns selbst und unsere Gesundheit. W\u00fcnschenswert w\u00e4re ein Ern\u00e4hrungsrat, den es schon in vielen Kommunen gibt, um die Menschen niederschwellig zu gesundheitsbewusstem Handeln zu bewegen und entsprechend zu beraten. Worth\u00fclsen, leere Bekenntnisse und ein kleines k f\u00fcr Klima im Ausschuss helfen nicht weiter. Den Kopf in den Sand zu stecken noch weniger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Berg krei\u00dfte und gebar eine Maus So k\u00f6nnte man das, was am Dienstag vergangener Woche in der Stadtverordnetenversammlung geschah, beschreiben. 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